Historisch-kulturwissenschaftliche Vortragsreihe

Europa und die Welt vom 19. bis zum 21. Jahrhundert


Termine: 31.01./28.02./28.03./09.05.2018
Im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert erreichte die europäische Dominanz über die Welt ihren Höhepunkt, als Afrika nach dem Ersten Weltkrieg komplett unter europäische Kontrolle gelangte. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann dann die Phase der Dekolonisation und Nationenbildung, die nach dem Zerfall des Ostblocks in die Globalisierung mit all ihren wirtschaftlichen und politischen Folgen mündete.
Zusätzlich war und ist noch die damit einhergehende Dominanz über die kulturelle und mentale Ebene von besonderer Bedeutung. Europa, bzw. die westliche Welt, besaß hier die Deutungshoheit und Definitionsmacht, um festzuschreiben, was das Wesen und die Essenz anderer Kulturen waren und sind. Diese Mischung führte im Laufe der Zeit unweigerlich zu einem „clash of cultures“, einem Zusammenprall der Kulturen, den wir heute in besonders radikaler Weise im islamischen Widerstand gegen die westliche Welt und ihre Wertvorstellungen, aber auch in den hohen Fluchtbewegungen vor Krieg, Armut und Not in Afrika erleben müssen.
Das Verständnis für diesen Zustand der Welt setzt aber Kenntnisse des 19. und 20. Jahrhunderts in seiner Vielschichtigkeit voraus. Deshalb möchte ich Sie in mehreren Vorträgen, die in Blöcke thematisch zusammengefasst werden, mit dieser Zeit vertraut machen.

Block 2: Afrika: In 4 Vorträgen werfen wir einen Blick auf die Geschichte Afrikas vom 7. Jahrhundert n. Chr. bis zum arabischen Frühling und seinen Folgen. Dabei mache ich Sie mit der Islamisierung des Nordens und Ostens, der Kolonisation und Dekolonisation durch die Europäer im 19. und 20. Jahrhundert bekannt. In engem Zusammenhang steht dabei die Entwicklung des Kontinents zu einem jahrhundertelangen Sklavenreservoir für die Araber und Europäer und als Rohstofflieferant. Die Folgen von Krieg, Flucht, Vertreibung, religiösem Extremismus, Hunger und Armut wirken sich inzwischen massiv auf Europa aus.
Einen spezifischen Blick werfen wir dabei auf den nordafrikanischen Raum, d.h. auf die Entwicklung der Länder zwischen der Mittelmeerküste und der südlichen Sahara, dem Atlantik und dem Roten Meer, u.a. auf die Länder des arabischen Frühlings, Mali, Somalia, Sudan).
Wie immer bekommen Sie wieder Einblick in Quellenmaterial, wissenschaftliche Aufsätze, sonstige relevante Berichte und Material zu den einzelnen Themen.

4 Nachmittage, 31.01.2018, - 09.05.2018,
Mittwoch, 14:30 - 16:00 Uhr
4 Termin(e)
Elisabeth Miller, M.A. Geschichte/Neuere deutsche Literatur
L8960O

Anmeldung und Info Kursgebühr im Altstadthaus, Tel. 0831 2525-690.